Verschwinden des Titanic-U-Boots führt zu Verkaufsanstieg bei einem Indie-Horrorspiel

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U-Boot Desaster

Das OceanGate-Tauchboot, das fünf Passagiere an Bord hatte, verlor am 18. Juni, nur wenige Stunden nach seinem Tauchgang zum Wrack der Titanic vor der Küste Neufundlands, den Kontakt zu seinem Kontrollzentrum. Trotz einer viertägigen Suche konnte das Tauchboot noch immer nicht gefunden werden, und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird angenommen, dass nur noch für ein oder zwei Stunden Sauerstoff im Inneren vorhanden ist.

Seit etlichen Jahren ist es möglich, dass man mit Hilfe eines U-Boots das Titanic-Wrack besuchen kann. Mit einem stolzen Preis von 250.000 US-Dollar ist das also ein Erlebnis, was einem wohl für den Rest des Lebens im Kopf bleiben wird. Während bisher immer alles reibungslos verlief, ging dieses Mal einiges dabei schief.

Ein absolutes Desaster, was in keinster Weise zum lachen ist. Dieses traurige Schicksal, bei dem es hoffentlich noch ein Happy-End geben wird, führte jetzt aber zu etwas extrem markaberen. Ein Videospiel, welches von einer Atemnot in einem U-Boot handelt, erlebt durch die Nachrichten gerade einen rasanten Verkaufsanstieg.

Iron Lung erlebt Verkaufsanstieg durch U-Boot-Desaster

Im März 2022 veröffentlichte der Entwickler David Szymanski ein kurzes Horror-Indiespiel namens Iron Lung. Dieses Spiel nimmt die Spieler auf eine klaustrophobische Reise in einem kleinen, rostigen U-Boot mit. Statt in normalen Gewässern fährt das Schiff jedoch durch einen Ozean aus Blut auf einem fremden Mond, nachdem ein nicht näher beschriebenes Ereignis die natürliche Welt beendet hat. Das Spiel hat ein einfaches Gameplay, schafft aber erfolgreich ein wachsendes Gefühl von Angst und Isolation.

Der Schöpfer von Iron Lung hat auf Twitter ein Bild geteilt, das zeigt, dass sich die Verkaufszahlen des Spiels seit dem 19. Juni fast verdreifacht haben. „Das fühlt sich so falsch an“, sagte Szymanski. Er bestätigte in den Kommentaren, dass der Anstieg auf das Verschwinden des Titan-Tauchboots zurückzuführen ist. Dies wird durch die jüngsten Kritiken bestätigt, die das Spiel auf Steam erhalten hat. Eine Person gab an, das Spiel mit einem Logitech F710 Gamepad gespielt zu haben. Das bezieht sich auf den Videospiel-Controller, mit dem man das Titanic-U-Boot scheinbar steuerte. Andere Kommentare sind in einem ähnlichen Ton gehalten.

Szymanski räumte zwar ein, dass einige der Witze amüsant sind, erklärte aber in einem späteren Tweet, dass er Iron Lung als das albtraumhafteste Ding, das er sich vorstellen konnte, erschaffen hat. Zu wissen, dass sich echte Menschen gerade in dieser Situation befinden, ist laut ihm, ziemlich entsetzlich. Es ist verständlicherweise eine unangenehme Situation, in der man sich befindet. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Desaster doch noch zu einem Happy-End kommt.

Hier seht ihr den Tweet

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