Metacritic reagiert – User-Review-Prozess nach Kontroverse um Horizon Forbidden West DLC geändert

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Horizon Forbidden West

Review Bombing ist kein neues Konzept, obwohl es in den letzten Jahren immer lauter geworden ist. Manchmal wird Review Bombing eingesetzt, um die Veröffentlichung eines kaputten Spiels zu reflektieren. Dies passierte z. B. kürzlich bei der PC-Portierung von The Last of Us Part 1.

Es soll dabei eine Red-Flag signalisieren, damit die Spieler vor dem Kauf gewarnt sind. Aber immer öfter wird es auf eine viel negativere Art und Weise eingesetzt. Spiele, die vielfältigere Charaktere oder Beziehungen aufweisen, waren am stärksten vom Review Bombing betroffen.

Mit Horizon Forbidden West: Burning Shores wurde ein aktuelles Beispiel besonders hart getroffen. Auf Metacritic hagelte es extrem viele negative Reviews, was dem Spiel aber nicht ansatzweise den Zuspruch bringt, den es eigentlich verdient. Das sieht auch Metacritic selbst so, und zieht jetzt den Stecker.

Metacritic nimmt Horizon Forbidden West DLC in Schutz

Horizon Forbidden West: Burning Shores erschien erst letzte Woche. Obwohl es im Großen und Ganzen recht gut zu sein scheint, waren einige mit einer absurden Tatsache unzufrieden. Dabei geht es um den Fakt, dass Spieler Alloy eine homosexuelle Beziehung eingehen lassen können. Angesichts der Tatsache, dass dies absolut optional und im Allgemeinen keine große Sache ist, ist es seltsam, sich darüber aufzuregen. Durch die Review-Bombs schoss die Bewertung von 2.7 auf 4,1.

Im Gespräch mit Eurogamer erklärte Fandom von Metacritic, dass nach diesem Vorfall Änderungen an der Moderation vorgenommen werden. Metacritic nannte dabei aber keine Einzelheiten. „Fandom ist ein Ort der Zugehörigkeit für alle Fans, und wir nehmen Online-Vertrauen und Sicherheit auf allen unseren Websites, einschließlich Metacritic, sehr ernst. Metacritic ist sich der missbräuchlichen und respektlosen Bewertungen von Horizon Forbidden West Burning Shores bewusst und wir haben ein Moderationssystem eingerichtet, um Verstöße gegen unsere Nutzungsbedingungen zu verfolgen.“ heißt es von offizieller Seite.

Weiter heißt es: „Unser Team prüft jede einzelne Meldung von Missbrauch (einschließlich, aber nicht beschränkt auf rassistische, sexistische, homophobe, Beleidigungen anderer Nutzer usw.), und wenn Verstöße auftreten, werden die Beiträge entfernt. Wir entwickeln derzeit unsere Prozesse und Tools weiter, um in den kommenden Monaten eine strengere Moderation einzuführen.“ Im Moment gibt es immer noch einige böse Kritiken, die dem Spiel eine niedrige Punktzahl geben und die Tatsache, dass Alloy lesbisch ist, als Grund dafür anführen. Die Punktzahl ist gestiegen, aber es ist unklar, ob das daran liegt, dass Metacritic einige Kritiken löschen ließ oder die Fans mit positiven Bewertungen für einen Ausgleich gesorgt haben.

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Eurogamer